Da die letzte Ferienwoche angebrochen ist, sollten die Kinder heute Begriffe mit den Buchstaben des ABC suchen und dann zeichnen. Über das A sind wir allerdings nicht hinaus gekommen! Hier sind zwei Ameisen zu sehen (einee hat eher ein Katzengesicht), ein Autobus und ein Korb voller Äpfel auf dem Tisch.
Ich war ganz begeistert: Ein Bub, der erst in die Schule kommt, wollte unbedingt schon schreiben. Ein Mädchen hat sehr hübsche Geschenke für mich gemacht und von einem Buben habe ich einen Brief an Blacky bekommen.
Die Kinder möchten außerdem, dass ich im Herbst weiterhin zu ihnen komme. Da werde ich dann etwas strenger sein und "Stoff" machen, schließlich werde ich von ihnen als Lehrerrin wahrgenommen.
Dienstag, 28. August 2012
Mittwoch, 22. August 2012
Kinderfragen
Gestern habe ich zwei sehr interessante Situationen erlebt, die mich beide immer noch sehr beschäftigen. Zuerst einmal wurde ich gefragt, ob ich an Gott glaube. Diese Frage konnte ich noch "zufriedenstellend" beantworten. Dann kam allerdings die Frage, ob ich vor Gott Angst hätte. Aus meiner Antwort entspann sich eine kleine Diskussion, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die unterschiedlichen Anschauungen von "Angst haben" aus dem kulturellen Hintergrund oder aus Sprachunterschieden kommen.
In der anderen Situation ging es um das Nachmachen. Zwei Mädchen haben die Idee eines Buben im Gestalten von Papierschachteln aufgegriffen und "nachgemacht", was den Buben verärgert hat. Als ich ihm erklärt habe, dass dieses Nachmachen auch eine Art Kompliment sein kann, weil die Idee eben so gut gefallen hat, war er wieder etwas versöhnt und hat sogar einen Ring (für den Finger) aus Papier gebastelt, damit auch das nachgemacht werden kann. Und der Ring war wirklich toll, der hatte einen zweifärbigen Stein oben drauf! Ich denke mir jedoch, ich hätte den beiden Mädchen auch sagen sollen, dass sie "um Erlaubnis" fragen müssen, wenn sie eine Idee übernehmen. Schließlich ist es in der Erwachsenenwelt im Rahmen des Patent- und Urheberrechtes auch so. Aber haben solche Gedanken wirklich schon Platz an einem Tisch voll bastelnder Kinder?
In der anderen Situation ging es um das Nachmachen. Zwei Mädchen haben die Idee eines Buben im Gestalten von Papierschachteln aufgegriffen und "nachgemacht", was den Buben verärgert hat. Als ich ihm erklärt habe, dass dieses Nachmachen auch eine Art Kompliment sein kann, weil die Idee eben so gut gefallen hat, war er wieder etwas versöhnt und hat sogar einen Ring (für den Finger) aus Papier gebastelt, damit auch das nachgemacht werden kann. Und der Ring war wirklich toll, der hatte einen zweifärbigen Stein oben drauf! Ich denke mir jedoch, ich hätte den beiden Mädchen auch sagen sollen, dass sie "um Erlaubnis" fragen müssen, wenn sie eine Idee übernehmen. Schließlich ist es in der Erwachsenenwelt im Rahmen des Patent- und Urheberrechtes auch so. Aber haben solche Gedanken wirklich schon Platz an einem Tisch voll bastelnder Kinder?
Freitag, 17. August 2012
Papierflieger
Die Buben in der Lesegruppe basteln mit Begeisterung Papierflieger. Letztens habe ich ein Heft entdeckt, in dem Anleitungen und auch spezielle Papiere drin sind. Das habe ich ihnen gestern mitgebracht. Gemeinsam haben wir Flugzeuge gebastelt und sogar die Mädchen waren begeistert und machten mit. Davor haben wir noch ein Buch über Flugzeuge angeschaut. Es ist einfach schön zu sehen, wie begeistert und dankbar die Kinder sind. Offensichtlich schätzen sie, was ich tue. Ich werde auch immer von allen bis an die Türe begleitet und es gibt inzwischen lange Abschiedszeremonien.
Deshalb arbeite ich jetzt an einem Konzept, wie ich diese gemeinsamen Lesestunden auch im Herbst weiter führen kann.
Deshalb arbeite ich jetzt an einem Konzept, wie ich diese gemeinsamen Lesestunden auch im Herbst weiter führen kann.
Freitag, 10. August 2012
Erfolge
Es ist schön zu sehen, dass die Kinder offensichtlich gerne kommen und es nicht tun, weil sie müssen. Sie sind begeistert und nehmen teil. Das zeigt sich z.B. darin, dass sich eines der Kinder die Bücher, die ich mitgebracht habe, durchschaut, sich eines aussucht und darin liest. Und es ist ein großer Schritt nach vorne, dass mir ein Mädchen, das nur sehr wenig spricht, aus einem Buch vorliest. Dabei habe ich jedoch festgestellt, dass ich noch einfachere Bücher brauche mit großer Schrift und vielen Bildern. Ein anderes Kind hat inspiriert von Aristocats eine Zeichnung gemacht.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass die Aufmerksamkeitszeit der Kinder eher kurz ist, daher ist es wichtig, viele kleine Geschichten zu haben. Vielleicht versuche ich beim nächsten Mal, kurze Kapitel aus einem Buch vorzulesen.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass die Aufmerksamkeitszeit der Kinder eher kurz ist, daher ist es wichtig, viele kleine Geschichten zu haben. Vielleicht versuche ich beim nächsten Mal, kurze Kapitel aus einem Buch vorzulesen.
Donnerstag, 2. August 2012
Fortschritte
Zuerst habe ich den Kindern aus "Die Omama im Apfelbaum" von Mira Lobe vorgelesen; den Teil nämlich, in dem die Omama beschrieben wird mit ihrem Federhut, den Löckchen, dem schelmischen Lachen und ihrem großen Beutel am Arm. Dann haben die Kinder Bilder von der Omama gezeichnet, dabei sind tolle Kunstwerke entstanden!
Anschließend haben sich die Kinder selbst mit Büchern beschäftigt, ein Bub hat seinem Cousin vorgelesen und danach eine Szene aus dem Buch gezeichnet. Und die beiden Mädchen, die von Anfang an dabei sind und mit denen ich schon sehr oft "Pony, Bär und Apfelbaum" gelesen habe, haben das Buch diesmal selbst "gelesen". Sie können nur sehr wenig Deutsch, deshalb ist es aus meiner Sicht ein großen Fortschritt, dass sie sich alleine mit dem Buch beschäftigt haben.
Zum Schluss durfte sich jedes Kind ein Buch bis nächste Woche ausborgen, das war jedoch komplizierter als ich dachte. Zuerst wollte ein Mädchen, das noch gar nicht lesen kann, unbedingt ein Buch, das sich ein anderes Mädchen ausgesucht hatte. Ein Bub wollte vier Bücher mitnehmen, die alle zu schwierig für ihn gewesen wären.....Jetzt hat jedes Kind ein Buch und liest es (hoffentlich!), denn nächstes Mal werde ich sie bitten, die Bücher für die anderen vorzustellen.
Zum Schluss durfte sich jedes Kind ein Buch bis nächste Woche ausborgen, das war jedoch komplizierter als ich dachte. Zuerst wollte ein Mädchen, das noch gar nicht lesen kann, unbedingt ein Buch, das sich ein anderes Mädchen ausgesucht hatte. Ein Bub wollte vier Bücher mitnehmen, die alle zu schwierig für ihn gewesen wären.....Jetzt hat jedes Kind ein Buch und liest es (hoffentlich!), denn nächstes Mal werde ich sie bitten, die Bücher für die anderen vorzustellen.
Abonnieren
Posts (Atom)