Dank zahlreicher Geld- und Sachspenden konnte ich für 17 Kinder
tolle Weihnachtsgeschenke einpacken. Der Weihnachtsmann hat die Packerl
im Rahmen einer kleinen Feier gebracht. Es waren Spielsachen für die
Kleinsten, Puzzles und ganz viele Bücher für die Großen dabei. Die
Geschenke wurden bei Punsch und Keksen voller Neugierde ausgepackt. Die
Freude war sehr groß und manche Bücher wurden auch gleich gelesen.
Sonntag, 23. Dezember 2012
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Advent
Advent (R.
M. Rilke)
Es treibt der Wind im
Winterwalde
Die Flockenherde wie ein
Hirt,
Und manche Tanne ahnt wie
balde
Sie fromm und lichterheilig
wird;
Und lauscht hinaus. Den
weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin –
bereit,
Und wehrt und wächst
entgegen
Der einen Nacht der
Herrlichkeit.
Diese Woche habe ich mit beiden Gruppen Advent- und Weihnachtsgedichte sowie Texte von Weihnachtsliedern gelesen. Manche Lieder haben wir dann auch gesungen, ich habe auf der Blockflöte gespielt - dafür hab ich lange geübt - früher habe ich nie so gerne geübt! Allerdings war meine Flöte heiß begehrt und jeder wollte darauf einmal spielen, das konnte ich dann nicht zulassen. Trotzdem waren es einige besinnliche Momente.
Freitag, 23. November 2012
Buch Wien 12
Ich war mit 11 Kindern und 4 Begleitpersonen auf der Buchmesse. Es ist ganz schön anstrengend alle im Auge zu behalten, vor allem in der vollen U-Bahn! Eins weiß ich, sollte ich so einen Ausflug je wieder machen, werde ich gleich am Anfang jedem Erwachsenen ein paar Kinder zuteilen. Auf der Messe selbst hatten wir dann gar nicht so viel Zeit herumzuaschauen.Was die Kinder neben den Computerspielen fasziniert hat, waren die Geschichten-Erzähler.Sie haben gespannt gelauscht.Allerdings war es nur kurze Zeit interessant.
Donnerstag, 22. November 2012
Stempeln, Schneiden, Kleben
Basteln macht allen Kindern großen Spaß! Egal ob Bub oder Mädchen, ob sechs oder 12 Jahre, alle sind mit großer Begeisterung dabei. Mit einer Gruppe habe ich in Fortsetzung des Zauberer-Themas Zauberstäbe gebastelt. Vom "Klassischen" in Schwarz/Weiß bis zum Bunten mit Federn geschmückten und vor Sternen funkelnden war alles dabei. Die andere Gruppe hat Lesezeichen gebastelt und konnte überhaupt nicht genug davon bekommen. Einige der Kunstwerke:



Donnerstag, 15. November 2012
Ich bin begeistert!
Zwei ältere Mädels in meiner Gruppe haben vorgeschlagen, eine Bibliothek einzurichten! Im Gruppenraum in ihrem Wohnhaus sind schon einige Bücher vorhanden, die jetzt einmal erfasst werden. Im nächsten Schritt werde ich mit den Kindern gemeinsam überlegen, nach welchem System die Bücher geordnet werden sollen und schließlich werden die Kinder selbst die Bücher registrieren und den Ausleihmodus bestimmen.
Ich finde die Eigeninitiative so toll und freue mich, die Kinder dabei unterstützen zu können. Natürlich überlege ich schon, was man rundherum alles machen kann, um den Kindern auch Anerkennung von außen zu zeigen!
Ich finde die Eigeninitiative so toll und freue mich, die Kinder dabei unterstützen zu können. Natürlich überlege ich schon, was man rundherum alles machen kann, um den Kindern auch Anerkennung von außen zu zeigen!
Sonntag, 11. November 2012
Wörterbingo
Aus einer Geschichte - diesmal "Der Zauberlehrling" von Goethe - habe ich Worte herausgeschrieben und auf Kärtchen notiert. Jedes Kind hat fünf Wortkarten gezogen und dann habe ich die Geschichte vorgelesen. Immer, wenn ein Wort, das auf der Karte steht, vorgelesen wird, durften die Kinder die Karte umdrehen. Waren keine Worte mehr sichtbar, hatte dieses Kind "Bingo". Das Spiel hat allen großen Spaß gemacht, denn die Kinder mussten sehr genau zuhören und der Wettbewerb spornte alle an.
Im Anschluss haben wir dann zu den Eigenschaftswörtern die Gegenteile gesucht und haben mit den Worten eigene Sätze gebildet. Das war wirklich eine tolle Sache, werde ich sicher immer wieder einsetzen. Inzwischen habe ich die Wortkärtchen laminiert, sodass ich sie immer wieder verwenden kann.
Im Anschluss haben wir dann zu den Eigenschaftswörtern die Gegenteile gesucht und haben mit den Worten eigene Sätze gebildet. Das war wirklich eine tolle Sache, werde ich sicher immer wieder einsetzen. Inzwischen habe ich die Wortkärtchen laminiert, sodass ich sie immer wieder verwenden kann.
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Herbst
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält. (R.M. Rilke)
Diese Woche habe ich mit beiden Gruppen zuerst ein Plakat voller Herbstlaub mit Begriffen zum Herbst gefüllt. Im Anschluss haben die Kinder, die schon lesen können, das Gedicht von Rilke vorgelesen. Dabei fällt auf, wie gerne sie vorlesen, manche sogar schon sehr pointiert und fast theatralisch! Und wieder sind einige nach einer Stunde unruhig und wollen lieber spielen. Andere dafür wollen noch mehr wissen und richtig "Stoff pauken" und wieder andere sitzen still und hören aufmerksam zu.
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält. (R.M. Rilke)
Diese Woche habe ich mit beiden Gruppen zuerst ein Plakat voller Herbstlaub mit Begriffen zum Herbst gefüllt. Im Anschluss haben die Kinder, die schon lesen können, das Gedicht von Rilke vorgelesen. Dabei fällt auf, wie gerne sie vorlesen, manche sogar schon sehr pointiert und fast theatralisch! Und wieder sind einige nach einer Stunde unruhig und wollen lieber spielen. Andere dafür wollen noch mehr wissen und richtig "Stoff pauken" und wieder andere sitzen still und hören aufmerksam zu.
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Komplimente
Da mein Besuch letzte Woche ausgefallen ist, wurde ich von der kleinen Gruppe (die ich schon im Sommer betreut habe) bereits sehnsüchtig erwartet. Vor allem das Mädchen in der Runde hat mir gesagt, wie sehr sie sich freue, dass ich wieder da bin. Sie hat auch große Begeisterung fürs Lesen gezeigt. Wir haben in dem Buch, das sie zum Abschluß des Sommerprogramms bekommen hat, gemeinsam gelesen. Dieses Buch ist nach dem Motto "erst ich ein Stück, dann du" aufgebaut. Das bedeutet, dass es Sequenzen gibt, die in "normal-großer Schrift" für Erwachsene geschrieben ist und Passagen in größerer Schrift und mit mehr Zeilenabstand für die Erstleser. Das hat gestern ganz toll geklappt. Zum einen hat sie gemerkt, wie ich unterschiedlich betone und meine Stimme verändere, das hat sie dann auch gleich versucht. Außerdem war es offensichtlich so spannend, dass sie nicht mehr aufhören wollte und auch die "Erwachsenen-Passagen" versucht hat zu lesen. Ich bin gespannt, ob sie über das Wochenende weiterliest. Ich werde es beim nächsten Mal sehen.
Dienstag, 16. Oktober 2012
Die Omama im Apfelbaum
Als ich gekommen bin, haben schon einige Kinder gewartet! Das hat mich wirklich sehr gefreut. Außerdem kommen immer wieder die gleichen Kinder, was mir zeigt, dass es ihnen Spaß macht. Das haben einige dann am Schluss auch gesagt!
Diesmal habe ich "Die Omama im Apfelbaum" von Mira Lobe vorgelesen, und zwar nur die Beschreibung der Omama. Das haben die Kinder dann gezeichnet. Zum Abschluss habe ich ihnen die Zeichnung aus dem Buch gezeigt.
Bei diesem Treffen waren mehr Buben dabei, und es herrschte mehr Unruhe. Deshalb habe ich zu Beginn mit den Kindern versucht mucksmäuschenstill zu sein - sie haben es eine halbe Minute ausgehalten! Vielleicht schaffen sie es beim nächsten Mal länger.
Diesmal habe ich "Die Omama im Apfelbaum" von Mira Lobe vorgelesen, und zwar nur die Beschreibung der Omama. Das haben die Kinder dann gezeichnet. Zum Abschluss habe ich ihnen die Zeichnung aus dem Buch gezeigt.
Bei diesem Treffen waren mehr Buben dabei, und es herrschte mehr Unruhe. Deshalb habe ich zu Beginn mit den Kindern versucht mucksmäuschenstill zu sein - sie haben es eine halbe Minute ausgehalten! Vielleicht schaffen sie es beim nächsten Mal länger.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Zeichnen
Ich hatte die Kinder gebeten, ihr Lieblingsbuch mitzubringen, damit wir eine Szene daraus zeichnen können. Zu allererst war ich erstaunt, wie viele nach der doch etwas chaotischen letzten Stunde wieder gekommen sind. Natürlich habe ich mich sehr gefreut! Dann ist mir aufgefallen, dass sie lieber Bilder abzeichnen und noch keine eigenen Bilder im Kopf haben. Eine Erfahrung, die mir hilft, mich besser auf die Bedürfnisse der Kinder einzustellen. Ob das immer schon so war, oder ob z.B. das Fernseh-Zeitalter hier mitwirkt? Ich weiß es nicht.
Dann ist mir aufgefallen, dass diese Gruppe nach ca. einer Stunde unruhig wird. In der kleineren Gruppe ist mir das noch nie so aufgefallen, ist aber vermutlich nicht anders. Interessant ist auch immer zu beobachten, wie welche Kinder meine Aufmerksamkeit erregen, wie manche auch gefallen möchten. Und das Überraschende daran ist, dass es meist die sind, von denen ich es am wenigsten erwartet habe.
Dann ist mir aufgefallen, dass diese Gruppe nach ca. einer Stunde unruhig wird. In der kleineren Gruppe ist mir das noch nie so aufgefallen, ist aber vermutlich nicht anders. Interessant ist auch immer zu beobachten, wie welche Kinder meine Aufmerksamkeit erregen, wie manche auch gefallen möchten. Und das Überraschende daran ist, dass es meist die sind, von denen ich es am wenigsten erwartet habe.
Dienstag, 2. Oktober 2012
Neue Gruppe
Gestern war ich zum ersten Mal in dem anderen Flüchtlingswohnhaus, das viel größer ist. Ich war erstaunt, dass die Kinder pünktlich und ohne Aufforderung zum vereinbarten Zeitpunkt da waren. Es war eine ziemlich große Gruppe, wobei auch einige Kindergartenkinder dabei waren.
Dieses Treffen wollte ich dazu nutzen, die Kinder kennen zu lernen und mir ein Bild von der Gruppe zu machen. Interessanterweise waren auch recht viele Buben dabei! Es herrschte immer wieder große Unruhe. Vielleicht hilft es ja, beim nächsten Mal mit den Kindern gemeinsam Regeln aufzustellen und auch Konsequenzen festzulegen.
Im Vergleich zur anderen Gruppe wird offensichtlich mehr gelesen, Kinder konnten mir von ihrem Lieblingsbuch erzählen, die meisten sprechen auch besser Deutsch. Ob es daran liegt, dasss sie vielleicht schon länger in Österreich sind, kann ich nicht sagen.
Am Schluss habe ich die Kinder gebeten, mir beim Wegräumen zu helfen und ihnen danach eine Kinderschokolade versprochen. Einige haben sich einfach selbst bedient, andere wollten dann mehr und mehr, andere wieder waren ganz ruhig und haben sich gefreut. Das war wieder einmal eine interessante Erfahrung. Zum einen zeigt es, es gibt immer welche, die helfen und solche, die es nicht tun. Es gibt bescheidene und dankbare Menschen und andere, die immer mehr wollen, und das schon bei Kindern!
Nichtsdestotrotz können sie einen verzaubern, wenn sie ihr strahlendes Lächeln aufsetzen und sich einfach freuen, dass sie zeigen können, was in ihnen steckt.
Dieses Treffen wollte ich dazu nutzen, die Kinder kennen zu lernen und mir ein Bild von der Gruppe zu machen. Interessanterweise waren auch recht viele Buben dabei! Es herrschte immer wieder große Unruhe. Vielleicht hilft es ja, beim nächsten Mal mit den Kindern gemeinsam Regeln aufzustellen und auch Konsequenzen festzulegen.
Im Vergleich zur anderen Gruppe wird offensichtlich mehr gelesen, Kinder konnten mir von ihrem Lieblingsbuch erzählen, die meisten sprechen auch besser Deutsch. Ob es daran liegt, dasss sie vielleicht schon länger in Österreich sind, kann ich nicht sagen.
Am Schluss habe ich die Kinder gebeten, mir beim Wegräumen zu helfen und ihnen danach eine Kinderschokolade versprochen. Einige haben sich einfach selbst bedient, andere wollten dann mehr und mehr, andere wieder waren ganz ruhig und haben sich gefreut. Das war wieder einmal eine interessante Erfahrung. Zum einen zeigt es, es gibt immer welche, die helfen und solche, die es nicht tun. Es gibt bescheidene und dankbare Menschen und andere, die immer mehr wollen, und das schon bei Kindern!
Nichtsdestotrotz können sie einen verzaubern, wenn sie ihr strahlendes Lächeln aufsetzen und sich einfach freuen, dass sie zeigen können, was in ihnen steckt.
Donnerstag, 27. September 2012
Neues Plakat
Ab nächster Woche werde ich in einem zweiten Flüchtlingshaus eine Lesegruppe betreuen. Dafür habe ich ein Plakat angefertigt und hoffe damit, das Interesse und die Neugierde der Kinder zu wecken.
Erfahrungen
Diese Woche habe ich das "Programm" ein wenig umgestellt. Zuerst haben die Kinder Hausübungen gemacht, die ich beaufsichtigt habe. Danach haben wir geturnt. Und tatsächlich, sie waren dann etwas ruhiger. Ich hatte wieder eine Geschichte ("Als die Septemberfee den Sommer verabschiedete" http://herbstgeschichten.wordpress.com/2012/09/25/als-die-septemberfee-den-sommer-verabschiedete/) vorbereitet, zu der die Kinder dann gezeichnet haben.
Allerdings wollen sie zwar selbst gerne vorlesen, aber die ganze Geschichte hören wollen sie nicht. Vielleicht liegt es daran, dass in der Geschichte zu viele phantastische Elemente enthalten sind.
Allerdings wollen sie zwar selbst gerne vorlesen, aber die ganze Geschichte hören wollen sie nicht. Vielleicht liegt es daran, dass in der Geschichte zu viele phantastische Elemente enthalten sind.
Donnerstag, 20. September 2012
Kastanien
Bei meinem Morgenspaziergang mit Blacky habe ich so viele Kastanien gefunden, da habe ich mir gedacht, das wäre doch was für die Kinder.
So haben wir zuerst einmal in dem neuen Lexikon, das ich vor kurzem anschaffen konnte (Danke an die Spender!) etwas über die Jahreszeiten gesucht und dann etwas über Bäume. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Kinder, die schon lesen können, sehr gerne vorlesen! Im Anschluss haben wir dann Kastanientiere gebastelt. Für das nächste Mal muss ich auf jeden Fall mehr Holzbohrer mitnehmen! Es hat allen Spaß gemacht und es sind viele lustige Dinge entstanden.
Samstag, 1. September 2012
Abschluss
Dieser Eintrag ist zwar mit "Abschluss" übertitelt, aber die Leseaktion im Flüchtlingshaus wird weitergehen! Ich werde die Kinder - jetzt nur einmal in der Woche - weiterhin betreuen und einen Leseclub mit ihnen gründen. In Zukunft soll das Lesen noch mehr im Vordergrund stehen. Dabei ist die große Herausforderung, die Kinder bei der Stange zu halten, denn die Aufmerksamkeit hält meist nur sehr kurz an. In der Bibliothek war das auch so: Es werden Bücher aus dem Regal geholt, durchgeblättert und schon ist das nächste dran.
Ihr könnt also in diesem Blog weiterhin verfolgen, wie der Leseclub läuft. Im Oktober wird noch eine weitere Gruppe in einam anderen Haus dazu kommen. Ich bin schon sehr gespannt!
Dienstag, 28. August 2012
Letzte Ferienwoche
Da die letzte Ferienwoche angebrochen ist, sollten die Kinder heute Begriffe mit den Buchstaben des ABC suchen und dann zeichnen. Über das A sind wir allerdings nicht hinaus gekommen! Hier sind zwei Ameisen zu sehen (einee hat eher ein Katzengesicht), ein Autobus und ein Korb voller Äpfel auf dem Tisch.
Ich war ganz begeistert: Ein Bub, der erst in die Schule kommt, wollte unbedingt schon schreiben. Ein Mädchen hat sehr hübsche Geschenke für mich gemacht und von einem Buben habe ich einen Brief an Blacky bekommen.
Die Kinder möchten außerdem, dass ich im Herbst weiterhin zu ihnen komme. Da werde ich dann etwas strenger sein und "Stoff" machen, schließlich werde ich von ihnen als Lehrerrin wahrgenommen.
Ich war ganz begeistert: Ein Bub, der erst in die Schule kommt, wollte unbedingt schon schreiben. Ein Mädchen hat sehr hübsche Geschenke für mich gemacht und von einem Buben habe ich einen Brief an Blacky bekommen.
Die Kinder möchten außerdem, dass ich im Herbst weiterhin zu ihnen komme. Da werde ich dann etwas strenger sein und "Stoff" machen, schließlich werde ich von ihnen als Lehrerrin wahrgenommen.
Mittwoch, 22. August 2012
Kinderfragen
Gestern habe ich zwei sehr interessante Situationen erlebt, die mich beide immer noch sehr beschäftigen. Zuerst einmal wurde ich gefragt, ob ich an Gott glaube. Diese Frage konnte ich noch "zufriedenstellend" beantworten. Dann kam allerdings die Frage, ob ich vor Gott Angst hätte. Aus meiner Antwort entspann sich eine kleine Diskussion, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die unterschiedlichen Anschauungen von "Angst haben" aus dem kulturellen Hintergrund oder aus Sprachunterschieden kommen.
In der anderen Situation ging es um das Nachmachen. Zwei Mädchen haben die Idee eines Buben im Gestalten von Papierschachteln aufgegriffen und "nachgemacht", was den Buben verärgert hat. Als ich ihm erklärt habe, dass dieses Nachmachen auch eine Art Kompliment sein kann, weil die Idee eben so gut gefallen hat, war er wieder etwas versöhnt und hat sogar einen Ring (für den Finger) aus Papier gebastelt, damit auch das nachgemacht werden kann. Und der Ring war wirklich toll, der hatte einen zweifärbigen Stein oben drauf! Ich denke mir jedoch, ich hätte den beiden Mädchen auch sagen sollen, dass sie "um Erlaubnis" fragen müssen, wenn sie eine Idee übernehmen. Schließlich ist es in der Erwachsenenwelt im Rahmen des Patent- und Urheberrechtes auch so. Aber haben solche Gedanken wirklich schon Platz an einem Tisch voll bastelnder Kinder?
In der anderen Situation ging es um das Nachmachen. Zwei Mädchen haben die Idee eines Buben im Gestalten von Papierschachteln aufgegriffen und "nachgemacht", was den Buben verärgert hat. Als ich ihm erklärt habe, dass dieses Nachmachen auch eine Art Kompliment sein kann, weil die Idee eben so gut gefallen hat, war er wieder etwas versöhnt und hat sogar einen Ring (für den Finger) aus Papier gebastelt, damit auch das nachgemacht werden kann. Und der Ring war wirklich toll, der hatte einen zweifärbigen Stein oben drauf! Ich denke mir jedoch, ich hätte den beiden Mädchen auch sagen sollen, dass sie "um Erlaubnis" fragen müssen, wenn sie eine Idee übernehmen. Schließlich ist es in der Erwachsenenwelt im Rahmen des Patent- und Urheberrechtes auch so. Aber haben solche Gedanken wirklich schon Platz an einem Tisch voll bastelnder Kinder?
Freitag, 17. August 2012
Papierflieger
Die Buben in der Lesegruppe basteln mit Begeisterung Papierflieger. Letztens habe ich ein Heft entdeckt, in dem Anleitungen und auch spezielle Papiere drin sind. Das habe ich ihnen gestern mitgebracht. Gemeinsam haben wir Flugzeuge gebastelt und sogar die Mädchen waren begeistert und machten mit. Davor haben wir noch ein Buch über Flugzeuge angeschaut. Es ist einfach schön zu sehen, wie begeistert und dankbar die Kinder sind. Offensichtlich schätzen sie, was ich tue. Ich werde auch immer von allen bis an die Türe begleitet und es gibt inzwischen lange Abschiedszeremonien.
Deshalb arbeite ich jetzt an einem Konzept, wie ich diese gemeinsamen Lesestunden auch im Herbst weiter führen kann.
Deshalb arbeite ich jetzt an einem Konzept, wie ich diese gemeinsamen Lesestunden auch im Herbst weiter führen kann.
Freitag, 10. August 2012
Erfolge
Es ist schön zu sehen, dass die Kinder offensichtlich gerne kommen und es nicht tun, weil sie müssen. Sie sind begeistert und nehmen teil. Das zeigt sich z.B. darin, dass sich eines der Kinder die Bücher, die ich mitgebracht habe, durchschaut, sich eines aussucht und darin liest. Und es ist ein großer Schritt nach vorne, dass mir ein Mädchen, das nur sehr wenig spricht, aus einem Buch vorliest. Dabei habe ich jedoch festgestellt, dass ich noch einfachere Bücher brauche mit großer Schrift und vielen Bildern. Ein anderes Kind hat inspiriert von Aristocats eine Zeichnung gemacht.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass die Aufmerksamkeitszeit der Kinder eher kurz ist, daher ist es wichtig, viele kleine Geschichten zu haben. Vielleicht versuche ich beim nächsten Mal, kurze Kapitel aus einem Buch vorzulesen.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass die Aufmerksamkeitszeit der Kinder eher kurz ist, daher ist es wichtig, viele kleine Geschichten zu haben. Vielleicht versuche ich beim nächsten Mal, kurze Kapitel aus einem Buch vorzulesen.
Donnerstag, 2. August 2012
Fortschritte
Zuerst habe ich den Kindern aus "Die Omama im Apfelbaum" von Mira Lobe vorgelesen; den Teil nämlich, in dem die Omama beschrieben wird mit ihrem Federhut, den Löckchen, dem schelmischen Lachen und ihrem großen Beutel am Arm. Dann haben die Kinder Bilder von der Omama gezeichnet, dabei sind tolle Kunstwerke entstanden!
Anschließend haben sich die Kinder selbst mit Büchern beschäftigt, ein Bub hat seinem Cousin vorgelesen und danach eine Szene aus dem Buch gezeichnet. Und die beiden Mädchen, die von Anfang an dabei sind und mit denen ich schon sehr oft "Pony, Bär und Apfelbaum" gelesen habe, haben das Buch diesmal selbst "gelesen". Sie können nur sehr wenig Deutsch, deshalb ist es aus meiner Sicht ein großen Fortschritt, dass sie sich alleine mit dem Buch beschäftigt haben.
Zum Schluss durfte sich jedes Kind ein Buch bis nächste Woche ausborgen, das war jedoch komplizierter als ich dachte. Zuerst wollte ein Mädchen, das noch gar nicht lesen kann, unbedingt ein Buch, das sich ein anderes Mädchen ausgesucht hatte. Ein Bub wollte vier Bücher mitnehmen, die alle zu schwierig für ihn gewesen wären.....Jetzt hat jedes Kind ein Buch und liest es (hoffentlich!), denn nächstes Mal werde ich sie bitten, die Bücher für die anderen vorzustellen.
Zum Schluss durfte sich jedes Kind ein Buch bis nächste Woche ausborgen, das war jedoch komplizierter als ich dachte. Zuerst wollte ein Mädchen, das noch gar nicht lesen kann, unbedingt ein Buch, das sich ein anderes Mädchen ausgesucht hatte. Ein Bub wollte vier Bücher mitnehmen, die alle zu schwierig für ihn gewesen wären.....Jetzt hat jedes Kind ein Buch und liest es (hoffentlich!), denn nächstes Mal werde ich sie bitten, die Bücher für die anderen vorzustellen.
Dienstag, 31. Juli 2012
Viele Kinder
Heute hat der Leiter des Flüchtlingshauses zu mir gesagt: "Du wolltest Kinder, jetzt hast du viele Kinder." Zehn waren es, im Alter von fünf bis neun! Die älteren habe ich also gebeten, den jüngeren zu helfen, oder eine Geschichte zu schreiben, den ganz kleinen habe ich vorgelesen und die anderen haben gebastelt. Allerdings haben die Buben dann Papierflieger gebaut und herum geschossen. Also musste ich ein Machtwort sprechen und die Kinder haben auf mich gehört! Es wäre falsch zu sagen, dass ich das nicht erwartet hätte, aber ich war doch erstaunt, dass alle so anstandslos gefolgt haben!
Auch wenn es heute manchmal etwas turbulent zugegangen ist, waren es doch zwei schöne Stunden mit den Kindern! Sie sind nämlich begeistert und dankbar bei der Sache, sie machen mit, es macht ihnen Spaß und das zeigen sie auch.
Außerdem habe ich Korktafeln montiert, um die Werke der Kinder auszustellen. Die Fotos haben die übrignes auch die Kinder gemacht!
Auch wenn es heute manchmal etwas turbulent zugegangen ist, waren es doch zwei schöne Stunden mit den Kindern! Sie sind nämlich begeistert und dankbar bei der Sache, sie machen mit, es macht ihnen Spaß und das zeigen sie auch.
Außerdem habe ich Korktafeln montiert, um die Werke der Kinder auszustellen. Die Fotos haben die übrignes auch die Kinder gemacht!
Donnerstag, 26. Juli 2012
Stadt, Land, Fluss
Heute haben die Kinder die Anfangsbuchstaben ihrer Namen mit verschiedenen Materialien (Watte, Wolle, Zündhölzer, Papierkugeln, Stoff) gebastelt und Worte mit diesen Buchstaben gesucht. Ein älterer Bub hat dann vorgeschlagen, Stadt/Land/Fluss zu spielen. Wir haben Namen/Tiere/Dinge/Länder als Kategorien verwendet. Besonders beeindruckt hat mich, dass dieser Junge mit einem kleinen Trick dafür gesorgt hat, dass sein jüngerer Bruder gewinnt. Mit dem selben Trick konnte ich dazu beitragen, dass auch seine Schwester mit der selben Punkteanzahl gewann.
Zwei der Mädchen sind schon zum dritten Mal zum Lesen gekommen und freuen sich offensichtlich immer sehr auf diese gemeinsame Zeit. Heute wurde ich schon ganz sehnsüchtig erwartet. Natürlich habe ich mich darüber sehr gefreut!
Zwei der Mädchen sind schon zum dritten Mal zum Lesen gekommen und freuen sich offensichtlich immer sehr auf diese gemeinsame Zeit. Heute wurde ich schon ganz sehnsüchtig erwartet. Natürlich habe ich mich darüber sehr gefreut!
Mittwoch, 25. Juli 2012
Das Plakat wirkt
Einige Herausforderungen haben sich ergeben, weil nicht alle Kinder zur gleichen Zeit da waren, und weil die Deutschkenntnisse auf sehr unterschiedlichem Niveau sind. Daher werde ich beim nächsten Mal versuchen, Lesegruppen zu bilden. Das Zeichnen macht allen Kindern ganz besonders viel Spaß!
Ganz besonders habe ich mich über die kleinen Geschenke gefreut, die ich von einigen Kindern erhalten habe. Das zeigt mir, wie wichtig es ist, was ich tue.
Donnerstag, 19. Juli 2012
Kleiner Anfang
Heute waren zwei Kinder zum gemeinsamen Lesen da! Zuerst war die Mutter da, vermutlich, um mich kennen zu lernen und zu sehen, was ich vorhabe. Dann ist sie mit ihren Kindern gekommen und wir haben "Pony Bär und Apfelbaum" gelesen. Anschließend haben die beiden Szenen aus der Geschichte gezeichnet! Den beiden hat die Geschichte offensichtlich gefallen, sie haben gestrahlt und mit viel Hingabe gezeichnet. Leider musste ich dann weg, deshalb werden sie die Bilder das nächste Mal fertig stellen.
Ich bin sicher, es werden kommende Woche schon mehr Kinder dabei sein, denn es spricht sich langsam herum!
Ich bin sicher, es werden kommende Woche schon mehr Kinder dabei sein, denn es spricht sich langsam herum!
Mittwoch, 18. Juli 2012
Kommunikation
Da der erste Termin schon mal ordentlich gefloppt ist, vermutlich wegen mangelnder Information, habe ich für das nächste Treffen gleich ein Plakat gemacht:
Mittwoch, 11. Juli 2012
Was ich mache
Ab Mitte Juli bis Ende August werde ich ehrenamtlich in einem Flüchtlingswohnhaus in Wien mit den dort lebenden Kindern gemeinsam lesen. Ich werde mit einem Koffer voller Bücher anrücken, ihnen daraus vorlesen, sie ermutigen selbst zu lesen, über das Gelesene mit ihnen sprechen, mit ihnen basteln und spielen - kurz: sie zum Gebrauch der deutschen Sprache ermutigen und dabei unterstützen.
Die Idee dazu hatte ich schon lange, bisher ist es an der fehlenden Zeit gescheitert, um es auch in die Tat umzusetzen.
Ich habe noch keine Vorstellung, wie das wird, wie es die Kinder annehmen, wie viel sie schon können und was sie noch lernen wollen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde meine Erlebnisse und Eindrücke an dieser Stelle festhalten.
Die Idee dazu hatte ich schon lange, bisher ist es an der fehlenden Zeit gescheitert, um es auch in die Tat umzusetzen.
Ich habe noch keine Vorstellung, wie das wird, wie es die Kinder annehmen, wie viel sie schon können und was sie noch lernen wollen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und werde meine Erlebnisse und Eindrücke an dieser Stelle festhalten.
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