Gestern habe ich zwei sehr interessante Situationen erlebt, die mich beide immer noch sehr beschäftigen. Zuerst einmal wurde ich gefragt, ob ich an Gott glaube. Diese Frage konnte ich noch "zufriedenstellend" beantworten. Dann kam allerdings die Frage, ob ich vor Gott Angst hätte. Aus meiner Antwort entspann sich eine kleine Diskussion, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die unterschiedlichen Anschauungen von "Angst haben" aus dem kulturellen Hintergrund oder aus Sprachunterschieden kommen.
In der anderen Situation ging es um das Nachmachen. Zwei Mädchen haben die Idee eines Buben im Gestalten von Papierschachteln aufgegriffen und "nachgemacht", was den Buben verärgert hat. Als ich ihm erklärt habe, dass dieses Nachmachen auch eine Art Kompliment sein kann, weil die Idee eben so gut gefallen hat, war er wieder etwas versöhnt und hat sogar einen Ring (für den Finger) aus Papier gebastelt, damit auch das nachgemacht werden kann. Und der Ring war wirklich toll, der hatte einen zweifärbigen Stein oben drauf! Ich denke mir jedoch, ich hätte den beiden Mädchen auch sagen sollen, dass sie "um Erlaubnis" fragen müssen, wenn sie eine Idee übernehmen. Schließlich ist es in der Erwachsenenwelt im Rahmen des Patent- und Urheberrechtes auch so. Aber haben solche Gedanken wirklich schon Platz an einem Tisch voll bastelnder Kinder?
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