Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält. (R.M. Rilke)
Diese Woche habe ich mit beiden Gruppen zuerst ein Plakat voller Herbstlaub mit Begriffen zum Herbst gefüllt. Im Anschluss haben die Kinder, die schon lesen können, das Gedicht von Rilke vorgelesen. Dabei fällt auf, wie gerne sie vorlesen, manche sogar schon sehr pointiert und fast theatralisch! Und wieder sind einige nach einer Stunde unruhig und wollen lieber spielen. Andere dafür wollen noch mehr wissen und richtig "Stoff pauken" und wieder andere sitzen still und hören aufmerksam zu.
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Komplimente
Da mein Besuch letzte Woche ausgefallen ist, wurde ich von der kleinen Gruppe (die ich schon im Sommer betreut habe) bereits sehnsüchtig erwartet. Vor allem das Mädchen in der Runde hat mir gesagt, wie sehr sie sich freue, dass ich wieder da bin. Sie hat auch große Begeisterung fürs Lesen gezeigt. Wir haben in dem Buch, das sie zum Abschluß des Sommerprogramms bekommen hat, gemeinsam gelesen. Dieses Buch ist nach dem Motto "erst ich ein Stück, dann du" aufgebaut. Das bedeutet, dass es Sequenzen gibt, die in "normal-großer Schrift" für Erwachsene geschrieben ist und Passagen in größerer Schrift und mit mehr Zeilenabstand für die Erstleser. Das hat gestern ganz toll geklappt. Zum einen hat sie gemerkt, wie ich unterschiedlich betone und meine Stimme verändere, das hat sie dann auch gleich versucht. Außerdem war es offensichtlich so spannend, dass sie nicht mehr aufhören wollte und auch die "Erwachsenen-Passagen" versucht hat zu lesen. Ich bin gespannt, ob sie über das Wochenende weiterliest. Ich werde es beim nächsten Mal sehen.
Dienstag, 16. Oktober 2012
Die Omama im Apfelbaum
Als ich gekommen bin, haben schon einige Kinder gewartet! Das hat mich wirklich sehr gefreut. Außerdem kommen immer wieder die gleichen Kinder, was mir zeigt, dass es ihnen Spaß macht. Das haben einige dann am Schluss auch gesagt!
Diesmal habe ich "Die Omama im Apfelbaum" von Mira Lobe vorgelesen, und zwar nur die Beschreibung der Omama. Das haben die Kinder dann gezeichnet. Zum Abschluss habe ich ihnen die Zeichnung aus dem Buch gezeigt.
Bei diesem Treffen waren mehr Buben dabei, und es herrschte mehr Unruhe. Deshalb habe ich zu Beginn mit den Kindern versucht mucksmäuschenstill zu sein - sie haben es eine halbe Minute ausgehalten! Vielleicht schaffen sie es beim nächsten Mal länger.
Diesmal habe ich "Die Omama im Apfelbaum" von Mira Lobe vorgelesen, und zwar nur die Beschreibung der Omama. Das haben die Kinder dann gezeichnet. Zum Abschluss habe ich ihnen die Zeichnung aus dem Buch gezeigt.
Bei diesem Treffen waren mehr Buben dabei, und es herrschte mehr Unruhe. Deshalb habe ich zu Beginn mit den Kindern versucht mucksmäuschenstill zu sein - sie haben es eine halbe Minute ausgehalten! Vielleicht schaffen sie es beim nächsten Mal länger.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Zeichnen
Ich hatte die Kinder gebeten, ihr Lieblingsbuch mitzubringen, damit wir eine Szene daraus zeichnen können. Zu allererst war ich erstaunt, wie viele nach der doch etwas chaotischen letzten Stunde wieder gekommen sind. Natürlich habe ich mich sehr gefreut! Dann ist mir aufgefallen, dass sie lieber Bilder abzeichnen und noch keine eigenen Bilder im Kopf haben. Eine Erfahrung, die mir hilft, mich besser auf die Bedürfnisse der Kinder einzustellen. Ob das immer schon so war, oder ob z.B. das Fernseh-Zeitalter hier mitwirkt? Ich weiß es nicht.
Dann ist mir aufgefallen, dass diese Gruppe nach ca. einer Stunde unruhig wird. In der kleineren Gruppe ist mir das noch nie so aufgefallen, ist aber vermutlich nicht anders. Interessant ist auch immer zu beobachten, wie welche Kinder meine Aufmerksamkeit erregen, wie manche auch gefallen möchten. Und das Überraschende daran ist, dass es meist die sind, von denen ich es am wenigsten erwartet habe.
Dann ist mir aufgefallen, dass diese Gruppe nach ca. einer Stunde unruhig wird. In der kleineren Gruppe ist mir das noch nie so aufgefallen, ist aber vermutlich nicht anders. Interessant ist auch immer zu beobachten, wie welche Kinder meine Aufmerksamkeit erregen, wie manche auch gefallen möchten. Und das Überraschende daran ist, dass es meist die sind, von denen ich es am wenigsten erwartet habe.
Dienstag, 2. Oktober 2012
Neue Gruppe
Gestern war ich zum ersten Mal in dem anderen Flüchtlingswohnhaus, das viel größer ist. Ich war erstaunt, dass die Kinder pünktlich und ohne Aufforderung zum vereinbarten Zeitpunkt da waren. Es war eine ziemlich große Gruppe, wobei auch einige Kindergartenkinder dabei waren.
Dieses Treffen wollte ich dazu nutzen, die Kinder kennen zu lernen und mir ein Bild von der Gruppe zu machen. Interessanterweise waren auch recht viele Buben dabei! Es herrschte immer wieder große Unruhe. Vielleicht hilft es ja, beim nächsten Mal mit den Kindern gemeinsam Regeln aufzustellen und auch Konsequenzen festzulegen.
Im Vergleich zur anderen Gruppe wird offensichtlich mehr gelesen, Kinder konnten mir von ihrem Lieblingsbuch erzählen, die meisten sprechen auch besser Deutsch. Ob es daran liegt, dasss sie vielleicht schon länger in Österreich sind, kann ich nicht sagen.
Am Schluss habe ich die Kinder gebeten, mir beim Wegräumen zu helfen und ihnen danach eine Kinderschokolade versprochen. Einige haben sich einfach selbst bedient, andere wollten dann mehr und mehr, andere wieder waren ganz ruhig und haben sich gefreut. Das war wieder einmal eine interessante Erfahrung. Zum einen zeigt es, es gibt immer welche, die helfen und solche, die es nicht tun. Es gibt bescheidene und dankbare Menschen und andere, die immer mehr wollen, und das schon bei Kindern!
Nichtsdestotrotz können sie einen verzaubern, wenn sie ihr strahlendes Lächeln aufsetzen und sich einfach freuen, dass sie zeigen können, was in ihnen steckt.
Dieses Treffen wollte ich dazu nutzen, die Kinder kennen zu lernen und mir ein Bild von der Gruppe zu machen. Interessanterweise waren auch recht viele Buben dabei! Es herrschte immer wieder große Unruhe. Vielleicht hilft es ja, beim nächsten Mal mit den Kindern gemeinsam Regeln aufzustellen und auch Konsequenzen festzulegen.
Im Vergleich zur anderen Gruppe wird offensichtlich mehr gelesen, Kinder konnten mir von ihrem Lieblingsbuch erzählen, die meisten sprechen auch besser Deutsch. Ob es daran liegt, dasss sie vielleicht schon länger in Österreich sind, kann ich nicht sagen.
Am Schluss habe ich die Kinder gebeten, mir beim Wegräumen zu helfen und ihnen danach eine Kinderschokolade versprochen. Einige haben sich einfach selbst bedient, andere wollten dann mehr und mehr, andere wieder waren ganz ruhig und haben sich gefreut. Das war wieder einmal eine interessante Erfahrung. Zum einen zeigt es, es gibt immer welche, die helfen und solche, die es nicht tun. Es gibt bescheidene und dankbare Menschen und andere, die immer mehr wollen, und das schon bei Kindern!
Nichtsdestotrotz können sie einen verzaubern, wenn sie ihr strahlendes Lächeln aufsetzen und sich einfach freuen, dass sie zeigen können, was in ihnen steckt.
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