Donnerstag, 25. Oktober 2012

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
  
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
  
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
  
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält. (R.M. Rilke)

 Diese Woche habe ich mit beiden Gruppen zuerst ein Plakat voller Herbstlaub mit Begriffen zum Herbst gefüllt. Im Anschluss haben die Kinder, die schon lesen können, das Gedicht von Rilke vorgelesen. Dabei fällt auf, wie gerne sie vorlesen, manche sogar schon sehr pointiert und fast theatralisch! Und wieder sind einige nach einer Stunde unruhig und wollen lieber spielen. Andere dafür wollen noch mehr wissen und richtig "Stoff pauken" und wieder andere sitzen still und hören aufmerksam zu.


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